Ergänzende Ressource zur Lektion „Unerwartete Kosten: wenn die Rechnung das Signal ist“ – Kurs Online-Sicherheit
Unerwartete Kosten auf der Handyrechnung gehören zu den wenigen Sicherheitssignalen, die per Post oder per E-Mail zu Ihnen kommen. Eine Rechnung, die höher ist als sonst, ein Datenvolumen, das zu früh aufgebraucht ist, ein Abo, an dessen Abschluss sich niemand erinnert: Für all das gibt es gewöhnliche Erklärungen – und gelegentlich eine andere.
In Deutschland ist dieses Thema gut geregelt. Die Bundesnetzagentur, die für Telekommunikation zuständige Behörde, hat festgelegt, wie Drittanbieter über die Handyrechnung abrechnen dürfen. Das Telekommunikationsgesetz (TKG) gibt Ihnen das Recht, diesen Abrechnungsweg sperren zu lassen und Rechnungsposten zu beanstanden. Die Verbraucherzentralen erklären, wie Sie vorgehen. Diese Ressource folgt diesen Quellen, auch dort, wo es weniger bequem ist: Keine einzelne Sperre deckt alles ab.
Der Kerngedanke: Ein Betrag, den Sie nicht erklären können, verdient zehn Minuten Aufmerksamkeit. Nicht weil wahrscheinlich Schadsoftware dahintersteckt, sondern weil wahrscheinlich irgendetwas dahintersteckt – ein vergessenes Abo, ein falscher Tarif oder, gelegentlich, genau das.
A. Warum das wichtig ist
Die Ressource „Langsames Handy: Schadsoftware oder einfach ein älteres Gerät?“ behandelt ein Handy, das langsamer wird. Diese hier behandelt ein anderes Signal, und ein ungewöhnlich direktes: Geld.
Software, die ohne Ihr Wissen installiert wurde, verdient manchmal direkt an Ihnen: Sie verschickt Nachrichten an teure Nummern, schließt Abos in Ihrem Namen ab oder überträgt im Hintergrund ständig Daten. Das Ergebnis ist ein Betrag auf einer Rechnung, und der fällt leichter auf als fast jedes andere Symptom.
Und es geht auch ganz ohne Schadsoftware
Ein häufiger Fall kommt sogar ohne jede Schadsoftware aus. Über die Handyrechnung lassen sich Leistungen von Drittanbietern bezahlen, also von Firmen, die nicht Ihr Mobilfunkanbieter sind. Die Verbraucherzentrale beschreibt, wie schnell das gehen kann: „Schon durch Anklicken einer Werbeanzeige kann ein ungewolltes Abo zustande kommen, das über die Handyrechnung bezahlt werden soll.“ Oft ist der erste Hinweis eine Zeile auf der Rechnung, die Sie keinem Dienst zuordnen können.
Wie häufig ist das Problem?
Für den Cybersicherheitsmonitor 2026 haben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) über 3.000 Menschen ab 16 Jahren befragt. 11 % der Internetnutzerinnen und -nutzer waren in den zwölf Monaten zuvor von einer Straftat im Internet betroffen, 12 % der Betroffenen nannten Phishing. Ein Drittel der Betroffenen (33 %) berichtete von finanziellen Verlusten. Eine eigene Zahl zu Kosten auf der Handyrechnung weist der Monitor nicht aus.
Die Frage dieser Ressource ist deshalb nicht „Habe ich einen Virus?“, sondern „Kann ich jede Zeile meiner Rechnung einem Namen zuordnen?“.
B. Die wichtigsten Begriffe
Sechs Gedanken dazu, wie ein Handy leise Geld kostet. Das Vokabular ist das der deutschen Quellen: Drittanbieter, Drittanbietersperre, Einzelverbindungsnachweis, Beanstandung.
Drittanbieter auf der Handyrechnung
Die Bundesnetzagentur definiert Drittanbieterleistungen als „Angebote von Dritten, also nicht von Ihrem Telekommunikationsunternehmen, die über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden“. Das können legitime Käufe sein, etwa in einem App-Store, oder Abos, die Sie nie bewusst abgeschlossen haben. Die Verbraucherzentrale erklärt, wie der Anbieter Sie dabei erkennt: über Ihre Mobilfunknummer, im Hintergrund. „Das funktioniert nur, wenn das Gerät über Mobilfunk mit dem Internet verbunden ist. Das gilt auch für Prepaid-Tarife.“
Warum das für Sie wichtig ist: Nicht jede unbekannte Zeile ist Schadsoftware. Viele Abos entstehen durch einen einzigen Fingertipp auf eine Werbung, manchmal durch einen versteckten Knopf, wenn Sie die Werbung eigentlich schließen wollten. Deshalb gelten seit spätestens 1. Februar 2020 Schutzregeln der Bundesnetzagentur. Für Abos ist das sogenannte Redirect-Verfahren nach Angaben der Verbraucherzentrale bei allen Mobilfunkanbietern Pflicht. Sie beschreibt es so: „Ein Klick auf einen Banner oder Button allein reicht noch nicht aus, um ein Abo abzuschließen. Es wird zusätzlich eine gesonderte Seite des Netzbetreibers geöffnet, die auf die Kosten hinweist.“ Ein Schutz, aber kein vollständiger: Wer auf dieser Seite noch einmal tippt, hat bestätigt.
Teure SMS und Sondernummern
Nachrichten an kurze Sondernummern und Anrufe bei Mehrwertnummern wie (0)900 können teuer sein, manchmal wiederkehrend. Eine Variante sind Ping-Anrufe. Die Bundesnetzagentur beschreibt sie so: „Im Display erscheint eine Nummer, die man auf den ersten Blick mit einer lokalen Vorwahl verwechseln kann.“ Und weiter: „Ziel der Täter ist es, einen Rückruf zu provozieren.“ Für 56 internationale Vorwahlen hat die Bundesnetzagentur deshalb angeordnet, dass im Mobilfunk vor dem Gespräch eine kostenlose Preisansage laufen muss, derzeit bis zum 1. März 2027.
Warum das für Sie wichtig ist: Schadsoftware kann Nachrichten verschicken, ohne dass Sie etwas davon sehen. Auf der Rechnung erscheinen dann kleine Beträge, die leicht zu übersehen sind – genau so ist es gedacht. Und bei unbekannten Nummern, die nur kurz klingeln, ist der einfachste Schutz, nicht zurückzurufen.
Smishing
Phishing per SMS. Das BSI erklärt den Begriff als „Wortschöpfung aus den Begriffen SMS (Short Message Service) (Kurznachrichten) und Phishing (Diebstahl von Zugangsdaten über gefälschte Nachrichten oder E-Mails)“. Die Nachricht enthält einen Link, der auf eine gefälschte Seite oder zur Installation einer App führt.
Warum das für Sie wichtig ist: Das ist der häufigste Weg hinein. Eine Nachricht über ein Paket, eine offene Zahlung oder eine Warnung der Bank, dazu ein Link – dieselbe Technik wie beim Phishing per E-Mail, nur mit weniger Platz auf dem Bildschirm, um die Täuschung zu erkennen. Die Verbraucherzentrale Hamburg beschreibt, was im schlimmsten Fall folgt: „Mit Klick auf den Link wird eine Schadsoftware installiert, die im Sekundentakt SMS verschickt, was teilweise zu Telefonkosten von mehreren hundert Euro führt.“
Daten im Hintergrund
Software, die ständig Daten sendet oder empfängt, verbraucht Ihr Datenvolumen. Im Ausland kann das Roaming-Kosten verursachen. Innerhalb der EU gelten dank „Roam like at home“ grundsätzlich die Inlandspreise, aber nicht überall: Außerhalb der EU und bei Verbindungen über Satellit, etwa auf Schiffen oder in Flugzeugen, kann es deutlich teurer werden. Beim Datenroaming muss Ihr Anbieter Sie nach Angaben der Bundesnetzagentur warnen, sobald Sie „80 Prozent der automatischen Kostengrenze von 50 Euro (netto)“ oder einer individuell vereinbarten Grenze erreicht haben.
Warum das für Sie wichtig ist: Das ist das Symptom, das diese Ressource mit dem langsamen Handy teilt. Ob es sich als Leistungsverlust oder als Kostenposten zeigt: Die Datenstatistik nach Apps ist in beiden Fällen der Ort, an dem Sie nachsehen.
Die Rechnung lesen
Die meisten Menschen sehen sich nie die Einzelposten ihrer Handyrechnung an. Dabei lohnt sich ein Detail, das die Bundesnetzagentur erklärt: Den Einzelverbindungsnachweis erstellt der Anbieter „für den aktuellen, aber nicht für zurückliegende Abrechnungszeiträume“. Wer ihn erst beantragt, wenn eine seltsame Rechnung da ist, bekommt ihn für diese Rechnung womöglich nicht mehr. Die Daten selbst werden Ihnen laut Bundesnetzagentur „unentgeltlich zur Verfügung gestellt“.
Warum das für Sie wichtig ist: Zehn Minuten pro Quartal genügen. Sie suchen nach Kategorien, die Sie nicht kennen – Drittanbieter, Abos, Sonderrufnummern –, nicht nach einzelnen Beträgen. Und falls etwas nicht stimmt: Rechnungsposten können Sie nach Angaben der Bundesnetzagentur „innerhalb einer Frist von 8 Wochen nach Erhalt der Abrechnung oder der Abbuchung schriftlich beanstanden und ausreichend begründen“.
Die Drittanbietersperre
Ihr Mobilfunkanbieter kann den Abrechnungsweg für Drittanbieter auf Ihrer Nummer sperren. Die Rechtsgrundlage ist das TKG (§ 61 Abs. 2 und § 62 Abs. 5). Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hält fest: „Die Einrichtung der Sperre muss Ihr Telefonanbieter kostenfrei für Sie durchführen.“ Eine generelle Sperre unterbindet laut Bundesnetzagentur „Abrechnungen von mobilen Diensten über die Mobilfunkrechnung vollständig“. Wer das nicht möchte, kann oft einzeln wählen: „Oft können Kategorien wie ‚Abo‘, ‚Erotik‘, ‚Software‘ und weitere getrennt voneinander gesperrt oder zugelassen werden“, so die Verbraucherzentrale. Für Mehrwertnummern gilt etwas Ähnliches. Die Bundesnetzagentur: „Sie können die Anwahl einzelner Rufnummernbereiche, z. B. (0)900, durch Ihre Telefonanbieter sperren lassen.“
Warum das für Sie wichtig ist: Das ist die praktische Maßnahme, die kaum jemand kennt, und sie schließt eine ganze Kategorie dauerhaft. Drei Dinge sollten Sie wissen: Die Sperre ist nicht voreingestellt, Sie müssen sie verlangen. Das mobile Bezahlen im Laden betrifft sie nicht („Die Drittanbietersperre sperrt diesen Bezahlweg nicht!“, Verbraucherzentrale), weil dabei Girokonto oder Kreditkarte belastet werden. Und ob Premium-SMS und Sondernummern mit abgedeckt sind, hängt von der Sperre ab, die Sie beauftragen – fragen Sie im selben Gespräch danach.
C. Ein Beispiel aus der Praxis: neun Euro im Monat
Eine Rechnung ist neun Euro höher als sonst. Nicht genug, um zu erschrecken – genug, um es im zweiten Monat zu bemerken.
- In den Einzelposten steht ein wiederkehrender Betrag unter „Leistungen Dritter“, für einen Dienst, den niemand im Haushalt kennt.
- Das Datenvolumen war zweimal zehn Tage vor Monatsende aufgebraucht.
- Im Rückblick kam ungefähr zu der Zeit, als alles anfing, eine SMS über ein nicht zugestelltes Paket. Der Link darin wurde geöffnet.
Die Nachricht war Smishing. Der Link führte zur Installation einer App, die seitdem im Hintergrund Daten überträgt und über die Handyrechnung ein Abo abrechnen lässt. Genau diese Kombination beschreibt die Verbraucherzentrale bei gefälschten Paket-SMS: „schädliche Apps, Massen-SMS und Abofallen“.
Was die Situation löst, in dieser Reihenfolge
- Wenn das Handy gerade selbst Nachrichten verschickt: den Flugmodus einschalten. Die Verbraucherzentrale rät: „Schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus“. Das stoppt weitere Kosten sofort.
- Den Mobilfunkanbieter kontaktieren: den Posten „begründet beanstanden“, wie die Bundesnetzagentur es formuliert, die Drittanbietersperre einrichten lassen und nach einem Kostennachweis über verschickte SMS fragen.
- Beim Drittanbieter widersprechen, das Abo vorsorglich kündigen und das Geld zurückfordern. Die Verbraucherzentrale bietet dafür Musterbriefe an.
- Die App finden und entfernen, anhand der Liste der installierten Apps und des Datums, an dem die Kosten begannen.
- Den eingebauten Schutz laufen lassen, auf Android zum Beispiel Google Play Protect. Bleiben Zweifel, ist das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen der gründliche nächste Schritt – nach einer Datensicherung (Backup) von Fotos und Kontakten.
- Die Zugangsdaten ändern, die in diesem Zeitraum auf dem Handy genutzt wurden, und mit dem E-Mail-Konto beginnen.
- Melden: die SMS und die unerklärliche Drittanbieterleistung bei der Bundesnetzagentur, einen entstandenen Schaden über die Onlinewache der Polizei Ihres Bundeslandes.
Der Schritt beim Mobilfunkanbieter kommt so früh, weil er die Kosten sofort stoppt und weil die Sperre bestehen bleibt, sobald sie eingerichtet ist. Unbestrittene Posten der Rechnung zahlen Sie dabei weiter wie gewohnt: So vermeiden Sie, dass der Anbieter wegen Zahlungsverzugs den Anschluss sperrt.
D. Probieren Sie es aus: eine Rechnung richtig lesen
Fünfzehn Minuten, einmal. Danach genügt es, einmal im Quartal nachzusehen.
Schritt 1 – Die Einzelposten öffnen
- In der App oder im Kundenkonto Ihres Mobilfunkanbieters, nicht in der Zusammenfassung, die per E-Mail kommt.
- Suchen Sie nach Kategorien statt nach Beträgen: Leistungen Dritter, Abos, Sonderrufnummern, Kurzwahl-SMS, Roaming.
Schritt 2 – Auflisten, was Sie nicht kennen
- Alles Wiederkehrende, dem Sie keinen Namen geben können.
- Manches wird sich als legitimer Dienst herausstellen, den Sie vergessen hatten. Auch das ist ein nützliches Ergebnis.
- Wenn Sie ohnehin mit dem Anbieter sprechen: Lassen Sie den Einzelverbindungsnachweis für künftige Rechnungen einrichten. Rückwirkend gibt es ihn nicht.
Schritt 3 – Die Drittanbietersperre verlangen
- Per Anruf, per App oder schriftlich. Die Verbraucherzentrale bietet dafür eine interaktive Briefvorlage an. Am Handy selbst müssen Sie nichts einstellen.
- Die Einrichtung ist kostenfrei. Sie schließen damit eine Kategorie, statt Einzelfälle abzuarbeiten.
- Fragen Sie im selben Gespräch, ob auch Premium-SMS und Mehrwertnummern wie (0)900 gesperrt werden können.
Schritt 4 – Die Datennutzung nach Apps prüfen
- Öffnen Sie in den Einstellungen den Bereich für Netzwerk oder mobile Daten und dort die Nutzung nach Apps. Auf einem Pixel-Smartphone heißt der Punkt laut Google-Hilfe „Datenverbrauch durch Apps“ (unter „Netzwerk & Internet“ und „Internet“); auf anderen Geräten unterscheiden sich die Bezeichnungen.
- Eine App, die Sie selten öffnen und die trotzdem weit oben in dieser Liste steht, ist die konkrete Spur.
Schritt 3 lohnt sich unabhängig davon, ob Sie etwas finden. Er kostet einen Anruf oder einen Brief und nimmt eine ganze Kostenart vom Tisch.
E. Videos, Artikel und weitere Ressourcen
Die deutschen Behörden und Verbraucherzentralen decken dieses Thema vollständig ab. Deshalb stehen hier nur deutsche Quellen.
Deutsche Quellen
Bundesnetzagentur – Drittanbieter oder „Abo-Fallen“
Was Drittanbieterleistungen sind, wie das Redirect-Verfahren schützt, die Drittanbietersperre und die Schritte bei unberechtigten Forderungen.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Aerger/Faelle/Drittanbieter/artikel.html
Bundesnetzagentur – Rechnung
Einzelverbindungsnachweis, Beanstandung innerhalb von acht Wochen und die Schlichtungsstelle.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Rechnung/artikel.html
Bundesnetzagentur – Ärger mit Rufnummern und Anrufen
Der Einstieg zum Melden: SMS-Spam, Ping-Anrufe und unerklärliche Drittanbieterleistungen, mit Online-Formular.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Aerger/start.html
Bundesnetzagentur – Wie können Sie sich schützen?
Die Sperre einzelner Rufnummernbereiche wie (0)900 und weitere Schutzmöglichkeiten.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Aerger/Schutz/artikel.html
Bundesnetzagentur – Kostenlose Preisansage gegen Ping-Anrufe
Warum bei 56 internationalen Vorwahlen im Mobilfunk eine kostenlose Preisansage laufen muss.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Meldungen/Preisansage_Ping.html
Bundesnetzagentur – Telefonieren und Surfen im Ausland
Roaming in der EU, die Kostengrenze beim Datenroaming und die Ausnahmen, bei denen es teuer werden kann.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Roaming/artikel.html
Verbraucherzentrale – Drittanbietersperre: Schutz vor ungewollten Abos
Wie Abofallen über die Handyrechnung entstehen, was die Sperre abdeckt und was nicht, und wie Sie Geld zurückfordern.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/drittanbietersperre-schutz-vor-ungewollten-abos-12613
Verbraucherzentrale – Drittanbietersperre fürs Handy einrichten: interaktive Briefvorlage
Der Musterbrief, mit dem Sie die Sperre bei Ihrem Anbieter verlangen.
https://www.verbraucherzentrale.de/musterbriefe/digitale-welt/ungewollte-abos/drittanbietersperre-40730
Verbraucherzentrale – Paketdienst-SMS: Vorsicht, Abzocke!
Die Masche mit gefälschten Paketnachrichten und was Sie tun, wenn Sie den Link schon geöffnet haben.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/paketdienstsms-vorsicht-abzocke-58988
Verbraucherzentrale Hamburg – Smishing: Achtung, gefährliche Paket-SMS können teuer werden!
Wie eine Schadsoftware im Sekundentakt SMS verschickt und wie Sie sich gegen die Forderungen wehren.
https://www.vzhh.de/themen/telefon-internet/phishing-mails-spam/smishing-achtung-gefaehrliche-paket-sms-koennen-teuer-werden
Verbraucherzentrale Niedersachsen – Drittanbietersperre schützt vor ungewollten Abonnements auf Handys
Kurz und klar: Die Einrichtung ist kostenfrei, und am Handy selbst müssen Sie nichts ändern.
https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/themen/internet-telefon/mobilfunk/drittanbietersperre-schuetzt-vor-ungewollten-abonnements-auf-handys
BSI – „Smishing“: SMS-Phishing mit neuen Betrugsmaschen
Die Warnung des BSI zu gefälschten Paket-SMS und Schadsoftware auf Android, mit dem Rat zur Drittanbietersperre.
https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Alle-Meldungen-News/Meldungen/Smishing_SMS-Phishing_141021.html
BSI – Cybersicherheitsmonitor 2026
Die gemeinsame Befragung von BSI und ProPK, aus der die Zahlen in Abschnitt A stammen.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Leistungen-und-Kooperationen/Digitaler-Verbraucherschutz/Digitalbarometer/digitalbarometer.html
Google – Mobile Datennutzung reduzieren und verwalten (Pixel-Hilfe)
Wo Sie den Datenverbrauch nach Apps sehen und Hintergrunddaten einschränken.
https://support.google.com/pixelphone/answer/2819524?hl=de
Google – Google Play Protect
Wie der eingebaute Schutz von Android Apps vor und nach der Installation prüft.
https://support.google.com/android/answer/2812853?hl=de
Links geprüft am 26. September 2026. Falls sich eine Adresse geändert hat, genügt meist die Suche nach dem Titel auf der Website der Einrichtung.
F. Das Cyber-Welfare-Framework: Kompetenzen, Bewusstsein, Sicheres Verhalten
Diese Lektion gehört zur Säule Bewusstsein, Stufe FL2 – Einsteiger. Es geht um digitales Bewusstsein für ein Signal, das finanziell ist und dadurch ungewöhnlich greifbar.
Kompetenzen
- Die Einzelposten einer Handyrechnung lesen und wiederkehrende Beträge erkennen.
- Die Drittanbietersperre verlangen und wissen, was sie abdeckt und was nicht.
- Einen Betrag bis zur App und zu dem Datum zurückverfolgen, an dem er begann.
- Den richtigen Weg kennen: beim Anbieter beanstanden, beim Drittanbieter widersprechen, bei der Bundesnetzagentur melden.
Für Fachleute und Organisationen
- Die Kosten auf dienstlichen Mobilfunkverträgen prüfen, wo unerklärliche Beträge leicht untergehen.
Bewusstsein
- Verstehen, dass manche unerwünschte Software direkt Geld verdient, statt Daten zu stehlen.
- Smishing als häufigen Weg hinein erkennen.
- Wissen, dass die Rechnung ein Sicherheitssignal ist, das von selbst kommt.
- Wissen, dass die Drittanbietersperre nicht voreingestellt ist und das mobile Bezahlen im Laden nicht betrifft.
Für künftige Trainerinnen und Trainer sowie Botschafterinnen und Botschafter
- Erwähnen, dass viele versteckte Kosten von legitimen Diensten mit ungeschickter Gestaltung stammen. Das hält den Rat ehrlich.
Sicheres Verhalten
- Die Einzelposten der Rechnung einmal im Quartal ansehen.
- Links in unerwarteten Nachrichten zu Paketen, offenen Zahlungen oder Warnungen der Bank nicht öffnen.
- Apps nur aus den offiziellen App-Stores installieren.
- Unbekannte Nummern, die nur kurz geklingelt haben, nicht zurückrufen.
Für Organisationen
- Die Drittanbietersperre auf allen dienstlichen Nummern standardmäßig einrichten lassen.
G. Fragen zum Weiterdenken
- Wann haben Sie sich zuletzt die Einzelposten Ihrer Handyrechnung angesehen?
- Stehen darauf wiederkehrende Beträge, denen Sie keinen Namen geben könnten?
- Ist Ihr Datenvolumen in letzter Zeit früher aufgebraucht gewesen als sonst?
- Wissen Sie, ob auf Ihrer Nummer eine Drittanbietersperre eingerichtet ist?
- Erhalten Sie einen Einzelverbindungsnachweis, oder müssten Sie ihn erst beantragen?
H. Was Sie jetzt tun können
Die Empfehlungen (R) und Sicherheitsmaßnahmen (MS) aus der Cyber-Welfare-Datenbank, die hier greifen.
Vorbeugen
- R17 – Anhänge unbekannter Herkunft: Öffnen Sie keine Links und Anhänge in unerwarteten Nachrichten, auch nicht in SMS.
- R6 – Software immer auf dem neuesten Stand: Halten Sie System und Apps aktuell und schalten Sie automatische Updates ein.
- R26 – Die offiziellen App-Stores: Laden Sie Apps nur von dort, nie über einen Link aus einer SMS.
- MS12 – Prüfen Sie, wo Ihre Telefonnummer öffentlich zu finden ist, und lassen Sie sie entfernen, wo es möglich ist.
Mindestschritt: Und außerhalb des Frameworks: Verlangen Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter die Drittanbietersperre. Sie ist kostenfrei und bleibt bestehen. Ob sie auch Premium-SMS und (0)900-Nummern abdeckt, klären Sie im selben Gespräch.
Wenn Sie etwas gefunden haben
- R28 – Der Datenverbrauch: Behalten Sie ihn im Blick. Ein Sprung ohne Erklärung ist oft das früheste Zeichen.
- R30 – Unbekannte Apps auf dem Telefon: Finden und entfernen Sie sie.
- R1 – Für jedes Konto ein eigenes Passwort: Ändern Sie die Zugangsdaten, die Sie auf diesem Gerät genutzt haben, und verwenden Sie sie nirgendwo sonst.
- R4 – Ein zweiter Faktor für Ihre Konten: Nutzen Sie die Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA), mindestens die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), damit ein abgefangenes Passwort allein nicht genügt. Das BSI schreibt „Zwei-Faktor-Authentisierung“; gemeint ist dasselbe.
- R8 – Anmeldebenachrichtigungen für Ihre Konten: Prüfen Sie Benachrichtigungen und die letzten Anmeldungen bei den betroffenen Konten.
Wenn Ihnen durch eine SMS ein Schaden entstanden ist oder Sie auf einer gefälschten Seite Zugangsdaten eingegeben haben: Eine Anzeige erstatten Sie über die Onlinewache der Polizei Ihres Bundeslandes. Unerklärliche Drittanbieterleistungen und SMS-Spam können Sie zusätzlich der Bundesnetzagentur melden; bei einem Streit mit Ihrem Anbieter über die Rechnung steht die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur zur Verfügung.
Kurz gesagt
- Das ist das Sicherheitssignal, das mit einem Betrag daneben kommt – das am leichtesten zu entdeckende.
- Drittanbieter-Abos und teure SMS sind so bemessen, dass sie leicht übersehen werden. Oft steckt gar keine Schadsoftware dahinter, sondern ein einziger Fingertipp auf eine Werbung.
- Smishing ist der übliche Weg hinein: eine SMS zu einem Paket, einer Zahlung oder der Bank.
- Verlangen Sie die Drittanbietersperre. Sie ist kostenfrei, aber nicht voreingestellt, und sie betrifft nicht das mobile Bezahlen im Laden.
- Einen strittigen Posten beanstanden Sie innerhalb von acht Wochen beim Anbieter, schriftlich und mit Begründung.
Weitere Ressourcen dieses Kurses
Die anderen Symptome und die Abos, die gar keine Schadsoftware sind:
- Langsames Handy: Schadsoftware oder einfach ein älteres Gerät?
- Unerwünschte Werbung auf dem Handy: das Signal lesen
- Versteckte Abos in Apps: viel bezahlen für fast nichts
Entdecken Sie weitere ergänzende Ressourcen aus den Kursen des Programms „Schützen Sie Ihre digitale Privatsphäre“.
Wenn Sie den ganzen Weg gehen möchten: Das Cyber-Welfare-Programm ist kostenlos und für alle offen.










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