Ergänzende Ressource zur Lektion „Gefälschte und nachgeahmte Apps: die Kopien erkennen“ – Kurs Online-Sicherheit
Gefälschte Sicherheits-Apps sind eine besondere Art der Nachahmung: Programme, die versprechen, Ihr Smartphone zu schützen, und stattdessen etwas von ihm nehmen – Daten, Aufmerksamkeit für Werbung, manchmal Geld. Virenscanner, Aufräum- und Beschleunigungs-Apps („Cleaner“, „Booster“) und Akkusparer gehören zur selben Familie. Sie sind verbreitet, gerade weil ihr Versprechen die Vorsicht entwaffnet, die Sie jeder anderen App entgegenbringen würden.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beschreibt den Mechanismus ohne Umschweife: „Manche Kriminelle drehen den Spieß um: Sie preisen Apps als Schutz an, verteilen damit aber tatsächlich schädliche Inhalte, die das Gerät schädigen oder Daten stehlen.“ Diese Ressource zeigt, warum das so gut funktioniert und wie Sie die Apps auf Ihrem eigenen Smartphone in wenigen Minuten durchsehen.
Der Kerngedanke: Auf aktuellen Smartphones ist ein Grundschutz bereits eingebaut, und Ihr eigenes Verhalten ergänzt ihn am wirksamsten. Was eine zusätzliche Sicherheits-App darüber hinaus leistet, ist kleiner, als die Werbung verspricht – und oft kleiner als der Zugriff, den sie verlangt.
A. Warum das wichtig ist
Nachgeahmte Apps kopieren eine bekannte App so genau, dass sie aus Versehen installiert werden: ähnlicher Name, kopiertes Symbol, Bildschirmfotos aus dem Original. Die Kategorie „Sicherheit“ ist dafür besonders beliebt, und zwar aus einem Grund, der sich offen benennen lässt: Eine App, die Sie angeblich schützt, hat einen plausiblen Vorwand, weitreichenden Zugriff auf Ihr Gerät zu verlangen.
Beide offiziellen Stores, der App Store von Apple und Google Play, prüfen die Apps, die ihnen eingereicht werden. Und beide lassen einige durch, vor allem solche, die sich anfangs unauffällig verhalten. Die Kontrollen der Stores verringern das Problem erheblich; beseitigen können sie es nicht.
Was die deutschen Quellen sagen
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt in seinen Hinweisen zur Sicherheit bei Apps genau das Muster dieser Lektion: „Vorsicht bei Schnäppchen: Populäre Apps, vor allem Spiele, werden nachgeahmt.“ Die Nachahmer, so das BSI weiter, „bieten die Apps billiger oder kostenlos an, bauen aber mitunter schädliche Funktionen in die Apps ein“. Und es nennt die Sicherheitskategorie ausdrücklich: Gerade bei kostenlosen Apps handeln Sie sich nach Einschätzung des BSI „auch schnell potenziell unerwünschte Programme (PUP) wie falschen Antiviren-Schutz oder Adware ein“.
Dass das auch in einem offiziellen Store vorkommt, zeigt ein Steckbrief des BSI zum Banking-Trojaner Anatsa: Er wurde laut BSI „über getarnte Android-Anwendungen im offiziellen Google Play Store verteilt“. Die Tarnung: ein PDF-Betrachter, ein QR-Code-Scanner – und ein „Smartphone-Bereiniger“, also genau die Art von App, um die es hier geht.
Der zweite Weg führt über Werbung. Die Verbraucherzentrale NRW schreibt über gefälschte Schutz-Apps: „Die Apps werden unter anderem über Werbung angepriesen, die vor angeblichen Bedrohungen warnt.“ Die Verbraucherzentralen raten deshalb klar: „Installieren Sie keine Apps, wenn die Werbung Sie dazu auffordert!“ Denn das angebotene Programm ist oft selbst das Problem: „Dieses Programm enthält aber erst die eigentliche Schadsoftware.“
Die Grundregel ist bei allen deutschen Stellen dieselbe. Das BSI: „Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen – etwa den im Smartphone voreingestellten App-Stores und Markets der Hersteller.“ Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK): „Laden Sie keine Dateien aus unsicheren Quellen herunter. Nutzen Sie nur App-Stores seriöser Anbieter.“ Und für Sicherheitssoftware im Besonderen rät das BSI, sie „grundsätzlich nur über seriöse Anbieter“ zu beziehen.
Ein Unterschied in der Gewichtung, offen gesagt
In einem Punkt setzen dieser Kurs und einige deutsche Quellen den Akzent unterschiedlich, und das sollten Sie wissen. Das BSI fragt auf seiner Seite zum Virenschutz: „Hat Ihr Smartphone oder Ihr Tablet ein Virenschutzprogramm?“ und hält fest: „Weit verbreitet ist der Irrglaube, dass nur auf Laptops oder PCs eine Antivirensoftware installiert sein sollte. Tatsächlich sollten all Ihre Geräte einen Virenschutz haben.“ Auch die ProPK empfiehlt: „Nutzen Sie, wenn für Ihr mobiles Betriebssystem verfügbar, Antivirenprogramme“. Dabei muss Virenschutz nicht immer eine zusätzliche App sein. Auf derselben Seite schreibt das BSI unter der Frage „Welches Virenschutzprogramm ist empfehlenswert?“: „Auch die Hersteller der Betriebssysteme selbst bieten ein kostenloses Virenschutzprogramm an.“
Wie verbreitet solche Programme sind, zeigt der Cybersicherheitsmonitor 2026 von BSI und ProPK, für den im Januar 2026 3.060 Menschen ab 16 Jahren befragt wurden: Antivirenprogramme kennen 54 % als Schutzmaßnahme, 40 % verwenden sie. Die veröffentlichten Ergebnisse unterscheiden dabei nicht zwischen Computer und Smartphone. Die Zahl zeigt aber, wie groß die Nachfrage ist, an die sich gefälschte Sicherheits-Apps hängen.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen antwortet auf die Frage „Virenschutz fürs Smartphone: überflüssig oder wichtig?“ abwägend: „Braucht das Handy Virenschutz? Ja und nein.“ Sie hält einen zusätzlichen Schutz vor allem dann für erwägenswert, wenn jemand Apps aus unsicheren Quellen installiert, und fasst zusammen: „Der wichtigste Schutz liegt in Ihrem eigenen Verhalten.“ Sie erwähnt auch, dass der eingebaute Schutz von Android in einer Untersuchung der Stiftung Warentest vom Juli 2023 nur die Note „ausreichend“ (4,3) erhielt. Die Stiftung Warentest selbst hat in diesem Test (veröffentlicht am 27. Juni 2023) nur Android-Apps geprüft und begründet das so: „Da iOS-Geräte allgemein weniger Bedrohungen ausgesetzt sind, haben wir uns in diesem Test auf Sicherheits-Apps für Android konzentriert.“ Der eingebaute Schutz ist also kein Rundum-Schutz; er ist eine Schicht unter mehreren.
Dieser Kurs geht von einer anderen Beobachtung aus: Auf einem aktuellen Smartphone erledigen Store-Prüfung, eingebauter Schutz, Updates und Ihre eigene Sorgfalt den größten Teil der Arbeit, und gerade die Sicherheitskategorie ist eine der Kategorien, in denen sich Nachahmungen häufen. Im Wesentlichen treffen sich beide Sichtweisen. Wenn Sie eine Sicherheits-App installieren, dann von einem Anbieter, den Sie kennen, und nur aus dem offiziellen Store oder von dessen offizieller Website. Das BSI hält dabei „kostenlose Virenschutzprogramme seriöser Hersteller“ für ausreichend, wenn Sie die Zusatzfunktionen der Bezahlversionen nicht brauchen. Und was auch immer Sie entscheiden: Der eingebaute Schutz arbeitet im Hintergrund weiter.
B. Die wichtigsten Begriffe
Sechs Ideen zu Nachahmungen und zur Sicherheitskategorie im Besonderen.
Zuerst ein Hinweis zum Vokabular. Die offiziellen Quellen sagen „nachgeahmte Apps“ und „Nachahmer“ (BSI); im Alltag ist auch von „Fake-Apps“ die Rede. Die Person oder Firma, die eine App veröffentlicht, heißt in den Stores „Entwickler“, das BSI spricht von „Herstellern“ und „Anbietern“. Gemeint ist jedes Mal dasselbe: wer hinter der App steht.
Nachgeahmte Apps
Apps, die gebaut wurden, um einer bekannten App zu ähneln: ähnlicher Name, kopiertes Symbol, Bildschirmfotos aus dem Original.
Warum das für Sie wichtig ist: Die Ähnlichkeit ist das ganze Produkt. Der Blick auf den Namen des Entwicklers, wie ihn die Ressource „Vor der Installation prüfen, ob eine App vertrauenswürdig ist“ beschreibt, entlarvt die meisten Nachahmungen in wenigen Sekunden.
Warum gerade Sicherheits-Apps nachgeahmt werden
Die Kategorie rechtfertigt weitreichende Berechtigungen, und wer eine solche App sucht, handelt meist aus Sorge, nicht aus einem konkreten Bedarf.
Warum das für Sie wichtig ist: Wer dieses Muster erkennt, ist länger geschützt als jemand, der nur eine bestimmte gefälschte App kennt. Die nächste Nachahmung sieht anders aus; das Muster bleibt.
Was die Kontrollen der Stores erkennen
Bekannten Schadcode, offensichtliche Verstöße gegen die Store-Regeln und Verhalten, das bei der Prüfung sichtbar ist.
Warum das für Sie wichtig ist: Diese Kontrollen wirken, aber sie sind nicht lückenlos. Eine App kann sich wochenlang normal verhalten und sich später mit einem Update ändern. Das BSI weist darauf hin: „Das Update einer App kann dazu führen, dass auch Änderungen oder Erweiterungen der Zugriffsrechte erfolgen“. Deshalb lohnt der Blick auf die Berechtigungen nicht nur bei der Installation, sondern auch später.
Der eingebaute Schutz
Auf Android-Geräten arbeitet Google Play Protect. Auf der deutschen Hilfeseite heißt es: „Google Play Protect führt einen Sicherheitscheck durch, bevor Apps aus dem Google Play Store heruntergeladen werden.“ Und: „Dabei wird geprüft, ob Apps aus anderen Quellen, die auf Ihrem Gerät installiert sind, schädlich sind.“ Findet Play Protect eine schädliche App, kann es warnen, die App deaktivieren oder sie entfernen. Auf beiden Systemen laufen Apps abgeschirmt voneinander. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt: „Die Apps auf Android und iOS laufen in einer so genannten Sandbox“ – einem isolierten Bereich, aus dem heraus eine App nur dann auf andere Bereiche einwirkt, wenn Sie es erlauben. Das iPhone schränkt besonders stark ein, was eine App von anderen Apps und vom System sehen darf; ein Virenscanner im klassischen Sinn kann dort deshalb wenig ausrichten. Apple prüft nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW alle Apps im eigenen Store vor der Veröffentlichung auf schädliches Verhalten.
Warum das für Sie wichtig ist: Das sollten Sie wissen, bevor Sie etwas aus dieser Kategorie installieren. Auf einem Smartphone erledigt das System bereits einen großen Teil dieser Arbeit – vorausgesetzt, es ist aktuell. Ob Play Protect eingeschaltet ist, sehen Sie im Play Store unter Ihrem Profilbild, „Play Protect“, dann „Einstellungen“: Dort steht der Schalter „Apps mit Play Protect scannen“.
Apps aus anderen Quellen installieren
Eine App außerhalb des offiziellen Stores installieren, etwa über einen Link oder eine heruntergeladene Datei; Fachleute sagen Sideloading. Android blockiert das, bis Sie es für eine bestimmte Quelle erlauben. Die Einstellung heißt je nach Hersteller etwa „Installieren unbekannter Apps“ oder „Unbekannte Apps installieren“. In der EU kann auch das iPhone inzwischen Apps aus alternativen Quellen installieren; Apple nennt dabei selbst „erhöhte Datenschutz- und Sicherheitsrisiken“.
Warum das für Sie wichtig ist: Wenn eine Sicherheits-App Sie auffordert, diese Sperre aufzuheben, damit Sie sie installieren können, ist die Aufforderung bereits die Antwort. Die Verbraucherzentrale NRW rät ausdrücklich: „Deaktivieren Sie in den Android-Einstellungen die Möglichkeit, Apps aus unbekannten Quellen zu installieren.“
Kostenlose Apps in einer kostspieligen Kategorie
Ein ernsthaftes Sicherheitsprodukt zu entwickeln und zu pflegen, kostet Geld.
Warum das für Sie wichtig ist: Eine kostenlose App in dieser Kategorie finanziert sich irgendwie – manchmal über Werbung, manchmal über die Daten, die sie sammelt, gelegentlich über das, was sie mit dem Gerät anstellt. Die Verbraucherzentralen sagen es für Apps allgemein: „Unentgeltlich ist nicht gleich kostenlos – statt mit Geld zahlen Sie bei Apps häufig mit Ihren Daten.“ Eine Einschränkung ist wichtig: Kostenlos ist nicht an sich verdächtig. Das BSI hält kostenlose Programme seriöser Hersteller für ausreichend. Stutzig machen sollte Sie eine kostenlose App eines unbekannten Entwicklers oder ein Bezahlprodukt, das plötzlich gratis angeboten wird.
C. Ein Beispiel aus der Praxis: die Aufräum-App, die nichts aufräumte
Das Smartphone wirkt langsam. Eine Suche nach „Cleaner“ oder „Handy beschleunigen“ im Store liefert Dutzende Treffer, mehrere davon mit sehr guten Bewertungen und Millionen Downloads.
- Die gewählte App verlangt Zugriff auf den Speicher, auf die Kontakte und die Erlaubnis, sich über anderen Apps einzublenden.
- Sie zeigt eine Animation, in der Dateien „gereinigt“ werden, und einen Zähler mit gefundenen Problemen.
- Die Probleme gibt es nicht. Die Animation ist das Produkt.
Die erteilten Berechtigungen dagegen sind echt, ebenso die Werbung, die die App einblendet, und die Daten, die sie liest. Von außen sieht das aus wie das, was das BSI als potenziell unerwünschtes Programm beschreibt: kein Einbruch, sondern eine App, der Sie selbst die Tür geöffnet haben. Die Verbraucherzentrale NRW nennt dafür ein einfaches Maß: „Eine Taschenlampen-App muss z. B. nicht auf gespeicherte Kontakte zugreifen.“ Eine Aufräum-App auch nicht.
Was es verhindert hätte
- Den Namen des Entwicklers und die angeforderten Berechtigungen lesen, bevor Sie auf „Installieren“ tippen.
- Wissen, dass Aufräum-Apps in der Regel nichts tun, was das Smartphone nicht selbst kann. Freien Speicher zeigen iPhone und Android in den Einstellungen an, und Sie können dort selbst aufräumen.
- Stattdessen der Ressource „Langsames Handy: Schadsoftware oder einfach ein älteres Gerät?“ folgen, die sich um die eigentliche Ursache kümmert.
Menschen installieren solche Apps, weil sie ein echtes Problem lösen wollen. Dieses Problem richtig zu beantworten, hilft mehr, als vor der ganzen Kategorie zu warnen.
D. Probieren Sie es aus: die Kategorie durchsehen (10 Minuten)
Zehn Minuten, und meistens endet es damit, dass ein oder zwei Apps verschwinden.
Schritt 1 – Listen Sie auf, was Sie in dieser Kategorie haben
- Virenschutz, Aufräumen, Beschleunigen, Akkusparen, VPN, „Datenschutz“-Apps.
- Zählen Sie auch Apps mit, die Sie irgendwann gegen ein Problem installiert haben, an das Sie sich nicht mehr erinnern.
Schritt 2 – Prüfen Sie bei jeder App drei Dinge
- Wer hat sie veröffentlicht, und kannten Sie diesen Entwickler vorher?
- Welche Berechtigungen hat sie gerade? Maßstab der Verbraucherzentralen: „Erlauben Sie der App, nur auf Informationen zuzugreifen, die Sie für die Nutzung eines Dienstes wirklich brauchen.“
- Wann wurde sie zuletzt aktualisiert?
Schritt 3 – Fragen Sie, was sie wirklich tut
- Können Sie eine bestimmte Sache nennen, die sie tut und die das Smartphone nicht selbst erledigt?
- Wenn nicht, hält sie Berechtigungen im Tausch gegen ein beruhigendes Gefühl.
Schritt 4 – Entfernen Sie, was die Fragen nicht übersteht
- Das lässt sich rückgängig machen, wie immer: Sie können die App neu installieren, wenn Sie merken, dass Sie sie doch brauchen.
- Das BSI rät ohnehin für alle Apps: „Deinstallieren Sie Apps, die Sie nicht mehr nutzen.“
Die Übung lohnt sich, weil Sicherheit eine der wenigen Kategorien ist, in denen mehr Installieren Ihren Schutz verringern kann, statt ihn zu erhöhen. Wie Sie die Berechtigungen im Einzelnen finden und einschränken, zeigt die Ressource „App-Berechtigungen: entscheiden, worauf jede App zugreift“.
E. Videos, Artikel und weitere Ressourcen
Die deutschen Quellen decken die Installationsregeln, nachgeahmte Apps, falsche Antivirensoftware und die Frage nach dem Virenschutz auf dem Smartphone gut ab. Für die ruhige Schrittfolge bei einem Gerät, das sich merkwürdig verhält, bleibt eine internationale Referenz.
Deutsche Quellen
BSI – Sicherheit bei Apps
Nachgeahmte Apps, potenziell unerwünschte Programme wie falscher Antiviren-Schutz, vertrauenswürdige Quellen und plausible Berechtigungen.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Basisschutz-fuer-Computer-Mobilgeraete/Schutz-fuer-Mobilgeraete/Sicherheit-bei-Apps/sicherheit-bei-apps.html
BSI – Virenschutz und falsche Antivirensoftware
Die Position des BSI zum Virenschutz auf allen Geräten, kostenlose und kostenpflichtige Programme, und wie falsche Antivirensoftware untergeschoben wird.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Virenschutz-Firewall/Virenschutzprogramme/virenschutzprogramme.html
BSI – Smartphone und Tablet effektiv schützen
Apps aus seriösen Quellen, Berechtigungen vor der Installation und nach Updates prüfen, nicht mehr genutzte Apps entfernen, automatische Updates.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Basisschutz-fuer-Computer-Mobilgeraete/Schutz-fuer-Mobilgeraete/schutz-fuer-mobilgeraete_node.html
BSI – Steckbrief Anatsa / Teabot
Ein Beispiel dafür, wie Schadsoftware als „Smartphone-Bereiniger“ getarnt über den offiziellen Store verteilt wurde, und was Betroffene tun können.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Cyber-Sicherheitslage/Methoden-der-Cyber-Kriminalitaet/Botnetze/Steckbriefe-aktueller-Botnetze/Steckbriefe/Anatsa/Anatsa.html
Polizeiliche Kriminalprävention – Bei Smartphone und Tablet kommt es auch auf die Sicherheit an
Die Grundregeln der Polizei: keine Dateien aus unsicheren Quellen, App-Stores seriöser Anbieter, Vorsicht bei angeblichen Provider-Updates.
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/smartphone-sicherheit/
Verbraucherzentrale NRW – Virenschutz fürs Smartphone: überflüssig oder wichtig?
Die abwägende Antwort der Verbraucherzentrale: eingebauter Schutz bei Android und iPhone, gefälschte Schutz-Apps, Berechtigungen und unbekannte Quellen.
https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/digitale-welt/apps-und-software/virenschutz-fuers-smartphone-ueberfluessig-oder-wichtig-102016
Verbraucherzentrale – Popup-Werbung auf dem Handy: Wie werde ich sie los?
Wenn eine Werbeeinblendung behauptet, das Gerät sei infiziert, und Ihnen eine App zur Rettung anbietet.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/apps-und-software/popupwerbung-auf-dem-handy-wie-werde-ich-sie-los-13812
Verbraucherzentrale – Apps und Datenschutz: so schützen Sie Ihre persönlichen Daten
Offizielle Stores, nur die Berechtigungen, die eine App wirklich braucht, und warum kostenlose Apps oft mit Daten bezahlt werden.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/apps-und-datenschutz-so-schuetzen-sie-ihre-persoenlichen-daten-6431
BSI und ProPK – Cybersicherheitsmonitor 2026
Die Befragung von BSI und Polizeilicher Kriminalprävention: wie viele Menschen betroffen sind und welche Schutzmaßnahmen sie kennen und nutzen, darunter Antivirenprogramme.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Leistungen-und-Kooperationen/Digitaler-Verbraucherschutz/Digitalbarometer/digitalbarometer_node.html
Google – Apps und Daten mit Google Play Protect besser schützen
Was der eingebaute Schutz von Android vor und nach der Installation prüft und wo Sie ihn einschalten. Eine Dokumentation des Anbieters, keine unabhängige Beratung.
https://support.google.com/android/answer/2812853?hl=de
Apple – Informationen zu alternativen App-Anbietern
Was sich in der EU für die Installation von Apps auf dem iPhone geändert hat und welche Risiken Apple selbst nennt.
https://support.apple.com/de-de/118110
Internationale Referenzen
NCSC (Vereinigtes Königreich) – Infected devices (auf Englisch)
Eine ruhige Schrittfolge, nach Gerätetyp getrennt, wenn sich ein Smartphone oder Computer merkwürdig verhält. Sie bleibt, weil keine deutsche öffentliche Seite die Schritte für Smartphones so knapp in einem Zug beschreibt.
https://www.ncsc.gov.uk/section/respond-recover/citizen-infected-devices
Links geprüft am 26. September 2026, ergänzt am 9. Oktober 2026. Falls sich eine Adresse geändert hat, genügt meist die Suche nach dem Titel auf der Website der Einrichtung.
F. Das Cyber-Welfare-Framework: Kompetenzen, Bewusstsein, Sicheres Verhalten
Diese Lektion gehört zur Säule Bewusstsein, Stufe FL2 – Einsteiger. Es geht um digitales Bewusstsein im eigentlichen Sinn: ein Muster zu erkennen, bevor es wirkt.
Kompetenzen
- Eine Nachahmung am Namen des Entwicklers und an den Angaben im Store erkennen.
- Beurteilen, ob eine App aus dieser Kategorie etwas leistet, was das System nicht schon selbst tut.
- Die bereits installierten Apps durchsehen.
Für Fachleute und Organisationen
- Festlegen, welche Sicherheitssoftware freigegeben ist, damit niemand unter Unsicherheit selbst wählen muss.
Bewusstsein
- Verstehen, warum gerade Sicherheit eine so häufig nachgeahmte Kategorie ist.
- Wissen, dass die Prüfung im Store das Problem verringert, aber nicht beseitigt.
- Erkennen, dass sich ein kostenloses Produkt eines unbekannten Entwicklers in dieser Kategorie auf anderem Weg finanziert.
Für künftige Trainerinnen und Trainer sowie Botschafterinnen und Botschafter
- Auf die Sorge dahinter eingehen, statt sie abzutun. Menschen installieren solche Apps, weil sich etwas nicht richtig angefühlt hat.
Sicheres Verhalten
- Sich auf den eingebauten Schutz des Smartphones stützen und ihn aktuell halten.
- Vor jeder Installation den Entwickler prüfen.
- Für eine App, die verspricht, Sie zu schützen, niemals die Installation aus unbekannten Quellen erlauben.
Für Organisationen
- Auf verwalteten Geräten die Installation außerhalb der offiziellen Stores sperren.
G. Fragen zum Weiterdenken
- Wie viele Sicherheits-, Aufräum- oder Beschleunigungs-Apps sind auf Ihrem Smartphone?
- Können Sie für jede sagen, was sie tut, das das Smartphone nicht selbst erledigt?
- Wer hat sie veröffentlicht? Kannten Sie den Entwickler, bevor Sie installiert haben?
- Welches Problem wollten Sie lösen, als Sie die erste davon installiert haben?
H. Was Sie jetzt tun können
Die Empfehlungen (R) und Sicherheitsmaßnahmen (MS) aus der Cyber-Welfare-Datenbank, die hier gelten.
Vor der Installation
- R26 – Die offiziellen App-Stores: Laden Sie Apps nur aus offiziellen App-Stores, und nur solche, nach denen Sie selbst gesucht haben.
- R25 – Die Echtheit einer App: Prüfen Sie vor der Installation den Entwickler, das Datum des letzten Updates und aktuelle Bewertungen.
- R13 und MS7 – Die Berechtigungen der Apps: Lesen Sie, welche Berechtigungen eine App verlangt, und lehnen Sie ab, was nicht zu ihrem Zweck passt.
Mindestschritt: Erlauben Sie niemals die Installation aus unbekannten Quellen, um etwas zu installieren, das verspricht, Sie zu schützen.
Was das Smartphone wirklich schützt
- R6 – Software immer auf dem neuesten Stand: System und Apps aktuell halten, am besten mit automatischen Updates.
- R5 und MS4 – Eine sechsstellige PIN oder ein längerer Code als Bildschirmsperre.
- R19 – Eine Datensicherung (Backup), die funktioniert, damit Fotos und Videos auch dann erhalten bleiben, wenn das Gerät zurückgesetzt werden muss.
- R22 und R30 – Löschen Sie Apps, die Sie nicht mehr nutzen, und entfernen Sie Apps, die Sie nicht kennen.
Mindestschritt: Diese Gewohnheiten schützen mehr als jede App aus dieser Kategorie.
Wenn Sie vermuten, dass eine App bereits Schaden angerichtet hat, entfernen Sie sie zuerst. Gelingt das nicht, schreibt das BSI im Steckbrief zu Anatsa: „Ein Zurücksetzen auf den Werkszustand kann notwendig sein.“ In Deutschland bündelt das BSI unter bsi.bund.de Hinweise und Hilfestellungen für Verbraucherinnen und Verbraucher; eine Anzeige erstatten Sie über die Onlinewache der Polizei Ihres Bundeslandes. Wenn eine Einblendung vor Viren warnt und Ihnen eine App anbietet, hilft die Ressource „Falsche Virenwarnung: wenn der Alarm selbst der Angriff ist“ weiter.
Kurz gesagt
- Sicherheit ist eine häufig nachgeahmte Kategorie, weil das Versprechen weitreichenden Zugriff rechtfertigt.
- Smartphones bringen einen eingebauten Grundschutz mit; zusammen mit Updates und Ihrem eigenen Verhalten leistet er den größten Teil der Arbeit.
- BSI und Polizei empfehlen dennoch einen Virenschutz auch auf dem Smartphone: Wenn Sie einen installieren, dann von einem bekannten Anbieter und nur aus dem offiziellen Store oder von dessen Website.
- Eine App muss nicht schädlich sein, um zu lesen, was sie nicht lesen sollte: Achten Sie auf Berechtigungen, die nicht zum Zweck passen.
- Fordert eine App Sie auf, die Installation aus unbekannten Quellen zu erlauben, steckt die Antwort schon in der Aufforderung.
Weitere Ressourcen dieses Kurses
Die Prüfung und die verwandten Maschen:
- Vor der Installation prüfen, ob eine App vertrauenswürdig ist
- Falsche Virenwarnung: wenn der Alarm selbst der Angriff ist
- Langsames Handy: Schadsoftware oder einfach ein älteres Gerät?
Entdecken Sie weitere ergänzende Ressourcen aus den Kursen des Programms „Schützen Sie Ihre digitale Privatsphäre“.
Wenn Sie den ganzen Weg gehen möchten: Das Cyber-Welfare-Programm ist kostenlos und für alle offen.










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