CYBER WELFARE

Schützen Sie Ihre digitale Privatsphäre

Online-Banking schützen: die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer

Ergänzende Ressource zur Lektion „Online-Banking: E-Mail-Adresse und Telefonnummer schützen“ – Kurs Online-Sicherheit

Online-Banking schützen hängt zu einem großen Teil an einer Entscheidung, über die kaum jemand nachdenkt: Ist die E-Mail-Adresse, die Ihre Bank kennt, dieselbe, die Sie für Onlineshops, Newsletter und alles andere verwenden? Sie zu trennen, dauert etwa eine Stunde und verändert das ganze Bild.

Ein Satz vorweg, den Sie sich merken können. Die Polizeiliche Kriminalprävention schreibt: „Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder per Telefon oder per Post von Ihnen an.“ Die BaFin sagt dasselbe für das Telefon: „Banken fordern solche Informationen nie telefonisch an.“ Nichts von dem, was folgt, setzt voraus, dass Sie eine gut gemachte Nachricht im richtigen Moment als Fälschung erkennen.

Der Kerngedanke: Eine Adresse, die in Dutzenden Datenleaks auftaucht, ist eine schlechte Wahl für das Konto, über das sich der Zugang zu Ihrer Bank zurücksetzen lässt. Sie zu trennen, ist vermutlich die am besten investierte Stunde in diesem Teil des Kurses.

A. Warum das wichtig ist

Die Ressource „Zwei-Faktor-Authentifizierung im Online-Banking: die Zugänge“ erklärt, wie ein zweiter Faktor umgangen wird. Diese hier beschreibt eine vorbeugende Maßnahme, die einen großen Teil dieser Möglichkeiten von vornherein ausschließt.

Die meisten Menschen nutzen eine einzige E-Mail-Adresse für alles: die Bank, die Kundenkarte im Supermarkt, Foren, Newsletter, Dienste, bei denen sie sich vor Jahren angemeldet und die sie längst vergessen haben. Diese Adresse wird veröffentlicht, weitergegeben, verkauft und steckt in jedem Datenleak, das eines dieser Unternehmen je hatte.

Warum das beim Geld besonders zählt, sagt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ohne Umschweife: „Denn wer Zugriff zum E-Mail-Postfach hat, kann sich die Passwörter für all diese Onlinedienste zurücksetzen lassen und neue setzen.“ Die Verbraucherzentrale beschreibt die Adresse als „ein wichtiges Element für den Zugang zu den meisten Online-Konten und daher ein beliebtes Angriffsziel von Hackern“.

Wie die deutschen Quellen die Risiken einordnen

Das BSI beschreibt Phishing im Online-Banking so: „Datendiebe verschicken E-Mails, die optisch wie inhaltlich offiziellen E-Mails von Banken oder Kreditinstituten nachempfunden sind.“ Die BaFin nennt die telefonische Variante: „Häufig geben sich Täterinnen und Täter als Bankmitarbeitende aus“. Und die Polizeiliche Kriminalprävention fasst beides in einem Tipp zusammen: „In gefälschten Mails oder vorgetäuschten Anrufen versuchen Unberechtigte, an Ihre Bankdaten zu kommen“.

Die Telefonnummer ist der zweite Zugang. Beim SIM-Swapping verschafft sich eine fremde Person die Kontrolle über Ihre Mobilfunknummer, meist indem sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter eine Ersatz-SIM beantragt. Die Datenschutzaufsicht des Bundes (BfDI), zuständig für den Datenschutz bei Telekommunikationsanbietern, schreibt: „SIM-Swapping ist besonders gefährlich, wenn die Opfer ihre Mobilfunknummer über smsTAN-Verfahren als Zugangsfaktor für verschiedene Online-Dienste verwenden.“ Und weiter: „Noch einfacher funktioniert dies mit der eSIM, bei der nicht einmal mehr eine SIM-Karte per Post zugesandt werden muss.“ Der Angriff zielt also nicht auf Ihr Telefon, sondern auf den Kundendienst Ihres Anbieters.

Dazu kommt ein Trick mit der angezeigten Nummer: Anrufer können eine fremde Rufnummer auf Ihrem Display erscheinen lassen. Die Bundesnetzagentur nennt das „Call-ID (identification)-Spoofing“. Seit dem 1. Dezember 2022 gelten in Deutschland strengere Regeln dagegen; zum Beispiel dürfen bei Anrufen aus ausländischen Netzen grundsätzlich keine deutschen Rufnummern als Absender angezeigt werden. Ganz verschwunden ist das Problem damit nicht. Eine vertraut aussehende Nummer ist deshalb kein Beweis dafür, dass wirklich Ihre Bank anruft.

B. Die wichtigsten Begriffe

Sechs Gedanken, bei denen es um Trennung geht, nicht um stärkeren Schutz.

Die Zugänge

Die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer, über die Ihre Bank Sie erreicht, Vorgänge bestätigt und den Zugang wiederherstellt.

Warum das für Sie wichtig ist: Wer eines von beiden kontrolliert, ist Ihrem Konto sehr nahe. Die Banking-App zu schützen und diese beiden Zugänge mit allem anderen zu teilen, heißt, eine von drei Türen abzuschließen.

Eine eigene E-Mail-Adresse für Finanzen

Eine Adresse, die nur für Finanzkonten angelegt wird: Bank, Zahlungsdienste, Geldanlagen. Nirgendwo sonst verwendet, nirgends veröffentlicht, niemandem gegeben.

Anders als in manchen anderen Ländern gibt es dafür in Deutschland eine ausdrückliche Empfehlung. Die Verbraucherzentrale schreibt: „Sie können zum Beispiel eine E-Mail-Adresse für private Mails nutzen und eine andere für die Zugänge zu Online-Shops und wieder eine andere für Ihr Online-Banking.“ Und sie nennt einen zweiten Vorteil: Sie können weiterhin E-Mails schreiben, selbst wenn ein Postfach gehackt wurde. Das BSI geht in dieselbe Richtung: „Verwenden Sie separate E-Mail-Alias-Adressen für private Kommunikation und Online-Registrierungen, wie Newsletter, Foren und Online-Shops.“

Warum das für Sie wichtig ist: Diese Adresse kann nicht im Datenleak eines Shops auftauchen, bei dem Sie einmal bestellt haben – der Shop hat sie nie bekommen. Genau darin liegt ihre Wirkung: nicht in einem stärkeren Schutz, sondern in einer viel kleineren Angriffsfläche.

Warum die gemeinsame Adresse die Schwachstelle ist

Sie steht in Werbelisten, in Sammlungen aus Datenleaks und in den Adressbüchern aller, denen Sie je geschrieben haben.

Warum das für Sie wichtig ist: Nichts davon ist Ihre Schuld, und nichts davon haben Sie in der Hand. Die einzige Stellschraube, die Sie selbst drehen können: ob diese Adresse auch die ist, die Ihre Bank verwendet.

Sich als Sie ausgeben

Jemand nutzt Ihre Daten, um einen Dienst – oder einen Menschen – davon zu überzeugen, Sie zu sein. SIM-Swapping ist die deutlichste Form davon. Der Bankenverband, der Interessenverband der privaten Banken, beschreibt das Vorgehen: Die Täter sammeln vorher Angaben aus dem Internet, aus sozialen Netzwerken oder per Phishing und beantragen dann, etwa unter dem Vorwand eines verlorenen Handys, eine Ersatz-SIM.

Warum das für Sie wichtig ist: Technische Schutzmaßnahmen am Konto helfen wenig, wenn sich der Weg zur Wiederherstellung überreden lässt. Es gibt ein Warnsignal, das Sie kennen sollten: Der Bankenverband nennt den Fall, dass Sie von Ihrem Handy plötzlich keine SMS mehr versenden können oder Telefonate und mobile Daten nicht mehr funktionieren. Wenn Ihr Telefon ohne erkennbaren Grund kein Netz mehr hat, rufen Sie Ihren Mobilfunkanbieter an, von einem anderen Telefon aus. Vorbeugend empfiehlt der Bankenverband, beim Anbieter „eine PIN oder eine Sicherheitsfrage hinterlegen“ zu lassen und diese bei keinem anderen Anbieter zu verwenden.

Benachrichtigungen Ihrer Bank

Mitteilungen per App, SMS oder E-Mail über Kontobewegungen, Anmeldungen und Änderungen Ihrer hinterlegten Daten. Manche Banken nennen das „Kontowecker“.

Warum das für Sie wichtig ist: Sie kosten meist nichts, fast jede Bank bietet sie an, und oft sind sie ab Werk ausgeschaltet. Sie machen aus einem Problem, das Sie beim nächsten Blick auf den Kontoauszug entdecken, eines, das Sie nach Sekunden bemerken. Eine ehrliche Einordnung: Die deutschen Behörden formulieren den Rat anders. Das BSI schreibt: „Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen und informieren Sie Ihre Bank, wenn Ihnen etwas nicht richtig erscheint.“ Die BaFin: „Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoumsätze. Melden Sie unberechtigte Abbuchungen umgehend Ihrer Bank.“ Benachrichtigungen sind der bequemste Weg, genau das zu tun – der ausdrückliche Rat, sie einzuschalten, ist die Empfehlung dieses Kurses (R8).

Eine eigene Telefonnummer, wo es praktikabel ist

Manche Menschen halten eine zweite Rufnummer nur für Finanzdienste.

Warum das für Sie wichtig ist: Das ist vernünftig und mehr Aufwand, als die meisten auf sich nehmen wollen. Wenn Sie bei einer Nummer bleiben, zählen die Schutzmaßnahmen beim Mobilfunkanbieter umso mehr: ein Kundenkennwort oder eine PIN für Änderungen am Vertrag und ein eigenes, starkes Passwort für Ihr Kundenkonto dort, über das sich eine Ersatz-SIM oder eine eSIM bestellen lässt.

C. Ein praktisches Beispiel: eine Adresse, fünfzehn Jahre

Eine E-Mail-Adresse, 2010 angelegt und seitdem für alles verwendet.

  • Sie wurde in fünfzehn Jahren vielleicht zweihundert Diensten gegeben.
  • Mehrere davon hatten ein Datenleak – das ist der Normalfall, keine Ausnahme.
  • Sie ist die Wiederherstellungsadresse für die Bank und die Adresse, an die die Bank schreibt.

Dafür braucht es keine besonders geschickten Angreifer. Die Adresse ist bekannt, sie steht in Listen, die im Umlauf sind, und sie führt zu dem Konto, auf das es ankommt. Sie erklärt auch, warum gefälschte Bank-E-Mails so oft genau dort ankommen: Eine Adresse, die in Umlauf ist, ist eine Adresse, die angeschrieben wird.

Nach der Trennung

  • Eine neue Adresse, nur für Finanzkonten angelegt.
  • Hinterlegt bei der Bank, den Zahlungsdiensten und sonst nirgends.
  • Mit einem eigenen, erzeugten Passwort und einem eigenen zweiten Faktor.
  • Nie für eine Anmeldung irgendwo verwendet, nie veröffentlicht, nie zum Schreiben benutzt.

Die alte Adresse macht weiter, was sie immer gemacht hat. Sie ist nur nicht mehr der Weg zu Ihrer Bank.

Die Maßnahme besteht nicht darin, dass die neue Adresse besser geschützt ist. Sie besteht darin, dass fast niemand weiß, dass es sie gibt.

D. Probieren Sie es aus: die Trennung, Schritt für Schritt

Etwa eine Stunde, verteilt auf ein paar Tage. Die Reihenfolge ist wichtig, damit Sie sich nicht selbst aus einem Konto aussperren.

Schritt 1 – Die Adresse anlegen

  • Bei einem E-Mail-Anbieter, dem Sie vertrauen, und mit einem Namen, der weder Sie noch Ihre Bank erkennen lässt.
  • Ein einzigartiges, erzeugtes Passwort und ein zweiter Faktor: eine Authenticator-App oder ein Sicherheitsschlüssel, nicht die SMS. Dieser Kurs schreibt Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA); das BSI spricht von „Zwei-Faktor-Authentisierung“. Gemeint ist dasselbe.
  • Sichern Sie die Wiederherstellungscodes – jeder Dienst nennt sie etwas anders – an einem Ort, den Sie auch ohne Ihr Smartphone erreichen.

Schritt 2 – Zuerst bei der Bank ändern

  • Ändern Sie die hinterlegte E-Mail-Adresse in den Einstellungen Ihres Online-Bankings. Den Weg dorthin finden Sie über die Adresse, die Sie selbst eintippen, oder über die Banking-App – nie über einen Link in einer E-Mail.
  • Prüfen Sie, ob die Bestätigung der Änderung an der neuen Adresse ankommt, bevor Sie weitermachen.

Schritt 3 – Dann die anderen Finanzdienste

  • Zahlungsdienste, Depots, alles, was Geld verwaltet.
  • Einen nach dem anderen, und jeden einzeln prüfen.

Schritt 4 – Die Regel festlegen und einhalten

  • Die neue Adresse dient zu nichts anderem. Nie.
  • Nicht für einen Newsletter, nicht für eine Paketbenachrichtigung, nicht für einen Shop, der danach fragt.
  • Sobald sie anderswo auftaucht, beginnt sie, zur alten Adresse zu werden.

Schritt 5 – Benachrichtigungen und Limit einschalten

  • Wenn Sie ohnehin in den Einstellungen jeder Bank sind: Benachrichtigungen über Kontobewegungen, über Anmeldungen und über Änderungen Ihrer hinterlegten Daten.
  • Prüfen Sie bei der Gelegenheit das Tageslimit. Das BSI rät: „Vereinbaren Sie mit Ihrer Bank ein Limit für tägliche Geldbewegungen beim Onlinebanking.“ Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt dasselbe.

Schritt 4 ist die ganze Maßnahme. Die Adresse wirkt nur, solange sie unbekannt bleibt, und die Disziplin besteht einfach darin, sie nirgendwo sonst einzutippen.

Wenn doch etwas passiert

Das BSI nennt die ersten Schritte: „Sperren Sie unverzüglich Ihr Bankkonto und Ihren Zugang zum Onlinebanking“, etwa über den zentralen Sperr-Notruf 116 116 (aus dem Ausland +49 116 116), und wenden Sie sich sofort an Ihre Bank. Ist Ihr Smartphone weg, lassen Sie laut BSI „unverzüglich Ihre SIM (Subscriber Identity Module)-Karte und alle Zugänge zu Ihren hinterlegten Bankkonten sperren“. Eine Anzeige erstatten Sie auch online, über die Onlinewache der Polizei Ihres Bundeslandes.

E. Videos, Artikel und weitere Ressourcen

Zu diesem Thema decken die deutschen Quellen alles ab, was die englische Fassung mit internationalen Referenzen belegt – einschließlich der ausdrücklichen Empfehlung einer eigenen Adresse für das Online-Banking. Die englischen Referenzen werden deshalb vollständig ersetzt.

Deutsche Quellen

Verbraucherzentrale – Online-Konten vor Hacking-Angriffen schützen
Die zentrale Quelle dieser Ressource: die E-Mail-Adresse als Schlüssel zu den meisten Konten und der Rat, getrennte Adressen für Privates, Onlineshops und das Online-Banking zu verwenden.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/phishingradar/onlinekonten-vor-hackingangriffen-schuetzen-93920

BSI – Nutzen Sie die E-Mail wirklich sicher?
Warum der Zugriff auf das Postfach das Zurücksetzen anderer Passwörter erlaubt, mit dem Rat zu getrennten Alias-Adressen und zum zweiten Faktor.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Onlinekommunikation/E-Mail-Sicherheit/e-mail-sicherheit.html

BSI – Sicherheitstipps beim Onlinebanking und TAN-Verfahren
Die Grundregeln: Die Bank fragt nie per E-Mail nach PIN oder TAN, die Adresse der Bank selbst eintippen, ein Tageslimit vereinbaren, den Zugang bei Verdacht sperren.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Online-Banking-Online-Shopping-und-mobil-bezahlen/Online-Banking/Sicherheitsmassnahmen/sicherheitsmassnahmen.html

BSI – Mobile Banking
Banking-Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen, Kontobewegungen regelmäßig prüfen und bei Verlust des Geräts SIM-Karte und Bankzugänge sperren lassen.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Online-Banking-Online-Shopping-und-mobil-bezahlen/Online-Banking/Mobile-Banking/mobile-banking.html

BSI – Onlinebanking – was tun im Ernstfall?
Die ersten Schritte nach einem Betrug, mit dem Sperr-Notruf 116 116. Von dort ist auch die gemeinsame Checkliste von BSI und Polizeilicher Kriminalprävention für den Ernstfall als PDF abrufbar.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Online-Banking-Online-Shopping-und-mobil-bezahlen/Online-Banking/Was-tun-im-Ernstfall/was-tun-im-ernstfall_node.html

BaFin – Datendiebstahl durch Phishing & Co.: So schützen Sie sich!
Die Finanzaufsicht zu Phishing und falschen Bankmitarbeitenden am Telefon: Keine Bank fragt so nach Zugangsdaten, Kontoumsätze regelmäßig kontrollieren, bei Verdacht sofort sperren.
https://www.bafin.de/DE/verbraucherinnen-verbraucher/themen-finanzprodukte/finanzbetrug-erkennen/datendiebstahl/datendiebstahl_node.html

BaFin – Starke Kundenauthentifizierung: Regeln für Onlinebanking und Onlineshopping
Warum im Online-Banking seit dem 14. September 2019 zwei Faktoren Pflicht sind – und warum die Zugänge rund um diese Faktoren trotzdem zählen.
https://www.bafin.de/DE/verbraucherinnen-verbraucher/themen-finanzprodukte/konten-zahlungen/zahlungen/starke-kundenauthentifizierung/starke-kundenauthentifizierung.html

Polizeiliche Kriminalprävention – Beim Phishing greifen Betrüger sensible Daten ab
Der Grundsatz, dass Kreditinstitute keine vertraulichen Daten per E-Mail, Telefon oder Post anfordern, und der Rat zu Favoriten und regelmäßiger Kontrolle.
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/

Polizeiliche Kriminalprävention – Tipps für sicheres Online-Banking
Die Seite der Polizei zum Online-Banking, mit der Checkliste für den Ernstfall, die in fachlicher Kooperation mit dem BSI herausgegeben wird.
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/online-banking/

BfDI – SIM-Swapping und Authentifizierung
Die Kurzmeldung vom 23. Juni 2023: warum eine übernommene Mobilfunknummer bei smsTAN-Verfahren besonders gefährlich ist und welche Rolle die eSIM spielt.
https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2023/14_Authentifizierung.html

Bankenverband – SIM-Swapping: Wenn Betrüger die Mobilfunknummer kapern
Das Vorgehen der Täter, die Warnsignale und die Schutzmaßnahmen beim Mobilfunkanbieter. Herausgeber ist der Interessenverband der privaten Banken, keine Behörde.
https://bankenverband.de/cybersicherheit/sim-swapping-wenn-betrueger-die-mobilfunknummer-kapern

Bundesnetzagentur – Manipulation von Rufnummern
Was Call-ID-Spoofing ist, welche Regeln seit dem 1. Dezember 2022 gelten und wie Sie eine manipulierte Rufnummer melden.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Aerger/Faelle/Manipulation/artikel.html

Verbraucherzentrale – Handy verloren oder gestohlen: Sperren lassen, Anzeige erstatten!
Was zu tun ist, wenn das Telefon weg ist: SIM-Karte beim Anbieter sperren lassen, Sperr-Hotline 116 116, Passwörter ändern, Anzeige mit der IMEI-Nummer.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/handy-verloren-oder-gestohlen-sperren-lassen-anzeige-erstatten-13870

Links geprüft am 26. September 2026. Falls sich eine Adresse geändert hat, genügt meist die Suche nach dem Titel auf der Website der Einrichtung.

F. Das Cyber-Welfare-Framework: Kompetenzen, Bewusstsein, Sicheres Verhalten

Diese Lektion gehört zur Säule digitales Bewusstsein, auf der Stufe FL3 – Selbstständig. Der Handgriff ist einfach; zu verstehen, warum er wirkt, ist der eigentliche Inhalt.

Kompetenzen

  • Eine eigene Adresse für Finanzkonten anlegen und schützen.
  • Die bei der Bank hinterlegte Adresse ändern, ohne den Zugang zu verlieren.
  • Benachrichtigungen über Kontobewegungen und Anmeldungen finden und einschalten, und das Tageslimit prüfen.

Für Fachleute und Organisationen

  • Dieselbe Trennung auf Konten anwenden, die Zahlungen freigeben können.

Bewusstsein

  • Verstehen, dass eine gemeinsam genutzte Adresse eine Angriffsfläche ansammelt, die Sie nicht kontrollieren.
  • Den Weg zur Wiederherstellung als Teil der Sicherheit des Kontos erkennen.
  • Wissen, dass die Trennung wirkt, weil die Adresse unbekannt bleibt – und dass deshalb die Disziplin zählt.
  • Wissen, dass SIM-Swapping auf den Mobilfunkanbieter zielt und eine angezeigte Rufnummer gefälscht sein kann.

Für künftige Trainerinnen und Trainer sowie Botschafterinnen und Botschafter

  • Fragen, wie viele Dienste die Haupt-E-Mail-Adresse einer Person kennen. Die geschätzte Zahl überzeugt mehr als jede Erklärung.

Sicheres Verhalten

  • Die Finanzadresse ausschließlich für Finanzkonten verwenden.
  • Benachrichtigungen eingeschaltet lassen und lesen.
  • Regelmäßig prüfen, welche Adresse und welche Telefonnummer bei jedem Finanzdienst hinterlegt sind.
  • Weder Passwort noch TAN noch einen per SMS erhaltenen Code weitergeben, weder per E-Mail noch am Telefon.

Für Organisationen

  • Konten mit Bezug zu Finanzen von allgemeinen Korrespondenzadressen trennen.

G. Fragen zum Nachdenken

  1. Wie viele Dienste kennen Ihre Haupt-E-Mail-Adresse? Schätzen Sie – und überlegen Sie dann, wie viele davon schon ein Datenleak hatten.
  2. Ist das dieselbe Adresse, an die Ihre Bank schreibt?
  3. Bekommen Sie eine Nachricht, wenn Geld von Ihrem Konto abgeht, oder merken Sie es erst, wenn Sie nachsehen?
  4. Wenn jemand eine Stunde lang Ihr Hauptpostfach kontrollieren würde: Worauf hätte er Zugriff?
  5. Wissen Sie, was Sie tun würden, und in welcher Reihenfolge, wenn Ihr Telefon heute plötzlich kein Netz mehr hätte?

H. Was Sie jetzt tun können

Die Empfehlungen (R) und Sicherheitsmaßnahmen (MS) aus der Cyber-Welfare-Datenbank, die für Finanzkonten gelten.

Die E-Mail-Adresse für Finanzen

  • MS17 – Schützen Sie die E-Mail-Adresse, die mit Ihrem Bankkonto verknüpft ist, mit einem einzigartigen, starken, zufällig erzeugten Passwort und einem zweiten Faktor.
  • R1 – Für jedes Konto ein eigenes Passwort: Verwenden Sie dieses Passwort nirgendwo sonst, auch nicht in abgewandelter Form.
  • R2 – Nutzen Sie einen zuverlässigen Passwort-Manager, um es aufzubewahren.
  • R4 – Nutzen Sie die Mehr-Faktor-Authentifizierung, am besten mit einer Authenticator-App oder einem Sicherheitsschlüssel statt per SMS.

Mindestschritt: MS17 ist die Maßnahme, die diese ganze Ressource ausführt. Die Trennung sorgt dafür, dass sie wirkt und nicht nur richtig ist.

Das Konto selbst

  • R8 – Aktivieren Sie Anmeldebenachrichtigungen für Ihre Konten und, wo angeboten, eine Begrenzung der Anmeldeversuche.
  • R9 – Verbinden Sie sich ausschließlich über HTTPS, und rufen Sie Ihre Bank über ein Lesezeichen oder die selbst eingetippte Adresse auf. Das BSI rät, „am besten bei jedem Aufruf die Internetadresse Ihrer Bank neu über die Tastatur“ einzugeben. Das Schloss in der Adresszeile zeigt, dass die Verbindung verschlüsselt ist, nicht, wer am anderen Ende sitzt – mehr dazu in „Phishing erkennen, auch wenn es überzeugend gemacht ist“.
  • MS12 – Prüfen Sie, wo Ihre Telefonnummer öffentlich zu finden ist, und lassen Sie sie dort entfernen.

Mindestschritt: Wenn Sie nur eine Sache tun, legen Sie das Lesezeichen an. Es kostet nichts und hält die meisten Angriffe fern, die mit einem zugeschickten Link beginnen.

Kurz gesagt

  • Die Adresse, an die Ihre Bank schreibt, gehört zur Sicherheit Ihres Bankkontos.
  • Eine gemeinsam genutzte Adresse sammelt Risiken aus Datenleaks, mit denen Sie nichts zu tun hatten.
  • Eine eigene Adresse wirkt, weil fast niemand weiß, dass es sie gibt – die Verbraucherzentrale empfiehlt sie ausdrücklich. Verwenden Sie sie deshalb nie für etwas anderes.
  • Die Telefonnummer ist der zweite Zugang: SIM-Swapping zielt auf Ihren Mobilfunkanbieter. Hat Ihr Telefon ohne Grund kein Netz mehr, rufen Sie sofort dort an.
  • Schalten Sie die Benachrichtigungen ein, solange Sie in den Einstellungen sind. Sie kosten meist nichts und sind oft ausgeschaltet.

Weitere Ressourcen dieses Kurses

Der Rest des Online-Banking-Bilds:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung im Online-Banking: die Zugänge
  • Sicherheitsschlüssel und Passwort-Manager für das Online-Banking
  • Phishing erkennen, auch wenn es überzeugend gemacht ist

Entdecken Sie weitere ergänzende Ressourcen aus den Kursen des Programms „Schützen Sie Ihre digitale Privatsphäre“.

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